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Letzter Update 03.10.2017 10:31:38

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Jeep working

Willys-Overland-Jeep - Unentbehrlich für die US Army

 

Die Fahrzeuge MB und M38

Bereits 1945 ist der »Willys-Overland-Jeep« bei den US-amerikanischen Soldaten zu einer Legende geworden.
Als ungewöhnlich robustes und vielseitig einsetzbares Transport- und Geländefahrzeug
ist der Jeep für die US-Armee nahezu unentbehrlich.
Konstruiert und gefertigt wurde der Jeep von der Firma Willys-Overland Corporation in Toledo im US-Bundesstaat Ohio.
Die Technik des Fahrzeugs ist bewusst unkompliziert:
Es besitzt einen Vierradantrieb und ein einfaches Kastenrahmenchassis mit einer starren Hinterachse.
Ein 2,2-l-Vierzylindermotor mit 60 PS sorgt zusammen mit dem Dreiganggetriebe,
einem Zusatzgetriebe sowie dem zuschaltbaren Vorderradantrieb für gute Geländetauglichkeit.
Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 95 km/h.
Die Franzosen haben den MB als Hotchkiss M201 in Lizenz gebaut und für ihre Streitkräfte verwendet.
Doch abgesehen von der militärischen Karriere der Jeeps von Willys Overland,
gab es auch eine große Anzahl von zivilen Versionen,die weltweite Verbreitung fanden.
Diese kleinen,wendigen Fahrzeuge wurden als Jeep CJ2a , CJ3a , CJ3b , CJ5 und CJ6 produziert
und von vielen Firmen in Lizenz nachgefertigt.
Die bekanntesten dieser Firmen waren Mahindra in Indien, Mitsubishi in Japan
, Hotchkiss in Frankreich, Ford do Brasil , Jeep VIASA in Spanien.
Damit war das Profil auch im letzten Winkel der Erde bekannt und schufen diese Legende
vom Geländewagen,der überall hin gelangt. Notfalls durch die Hölle
Die militärische Laufbahn des Willys Jeep endete bei der US-Army bereits 1960.
Anschliesend beschaffte man das Modell Ford M151 als leichten Geländewagen.
Dieser wurde 1983 von dem jetzt noch aktuellen AM General HMMWV M998 (Hummer) abgelöst.

Special: CJ-5 als Militärfahrzeug.

Kaiser bot den CJ-5 als preisgünstiges Militärfahrzeug an. Die korrekte Bezeichnung wäre CJ-5A2/A3
. Der Umbausatz bestand aus Tarnleuchten, einer militärischen Anhängevorrichtung, olivgrüner Lackierung
und einigen weiteren militärspezifischen Abänderungen (Kettenfach im Motorraum, Schaufel und Axt etc.).
Der Unterschied zwischen den Modellen A2 und A3 bestand nur in einer zusätzlichen elektrischen Anlage
mit 24 Volt zum Betrieb der in der NATO üblichen Funkgeräte. Mit einem Umbausatz konnte der
A2 in einen A3 umgerüstet werden. Der M38-A1 war die eigentliche Vollversion des
CJ -Civil Jeep 5-für militärische Einsätze.
Die amerikanischen Streitkräfte verwendeten diese Jeeps im Ausland für nicht taktische Aufgaben.
In den USA sind solche Fahrzeuge selten.

Auch nach der Übernahme des Jeep von AMC wurden leicht modifizierte Fahrzeuge ausländischen Armeen
und der US-Army für militärische Aufgaben angeboten. Eines dieser KFZ war der AM-7, ein CJ-7
in Militärversion sowie das Modell CJ-10

Das Fahrzeug: M38A1

Der M38 A1 wurde im Jahre 1951 gebaut und hat zu seinem Kriegsvorgänger abgerundete Kotflügel
und eine geteilte Windschutzscheibe.Zusätzlich wurde er mit einer 24 Voltanlage und einem
neukonstruierten Zylinderkopf ausgestattet. Er wurde nahezu unverändert bis 1971 gebaut.
Seine Einsatzgebiete waren weltweit bei vielen Militärs. In Deutschland prägte er die Zeit des“kalten Krieges“.
Er wurde im Korea Krieg und auch in Vietnam eingesetzt.

 

 
 

 

 

 

Fotos vom Jeep nach der Restauration

Begin der Arbeiten am 17-2-2007

Fertigstellung am 16-6-2009

Gesamtarbeitszeit 786 Stunden

 

 

 

 

 

Technische Daten

Hersteller: Willys Overland Toledo-Ohio-USA

 

Typ: M38A1
Baujahr: 1959
Motor: Hurricane F-head 134
Leistung:72 PS 2199 ccm
Getriebe:WarnerT90 3 Vorwärtsgänge 1 Rückwärtsgang
Zwischengetriebe: Spicer T18
Vorderachse: Dana 27
Hinterachse: Dana / Spicer 44
Vergaser: Carter 637S
Gesamtgewicht: 1820 kg
Gesamtlänge: 3345 mm
Gesamtbreite: 1520 mm
Gesamthöhe: 1865 mm
Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
Motor Hurricane F 137

Fahrbericht Willys Jeep M38A1

Im Gelände kaum zu schlagen

Obwohl er schon ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat, meistert er mühelos jede Passage:
tiefe Wasserlöcher, steile Abraumhalden, verschränkungsintensive Schlaglochpassagen und
respekteinflößende Schrägfahrten mit einer Steigfähigkeit von 60%.
Moderne Offroad-Hilfen wie intelligente Momentenverteilung, automatische Differenzialsperren,
ESP, ABS oder eine höhenvariable Luftfederung sind dem Oldtimer fremd – und herzlich egal.
Ihm reicht sein zuschaltbarer Allradantrieb mit Untersetzungsgetriebe.
Sein größter Vorteil ist das geringe Gewicht. 1120 Kilogramm wiegt der M38A1 ein Klacks im Vergleich
zu modernen Geländewagen, die selten weniger als zwei Tonnen mit sich herumschleppen.

Ursprüngliches Fahrvergnügen

Tuckernd nimmt der M38A1 Fahrt auf. Alles wirkt irgendwie steif und ungehobelt.
Das Gaspedal ist eine feste Metallplatte ohne fühlbaren Pedalweg, die Schaltung erinnert mit ihrem langen
Hebel an alte Traktoren. Die Lenkung lässt sich im Stand schwer drehen und wird bei zunehmendem Tempo
extraleicht und indirekt. Das Lenkrad selbst ist groß wie das Steuerrad eines Fischkutters.
Sitze im eigentlichen Sinn gibt es nicht, Fahrer und Beifahrer hocken auf wenige Zentimeter dünnem Schaumstoff.
Die Blattfedern übertragen jeden Kieselstein an die Besatzung, über Bodenwellen und Schlaglöcher
springt der M38A1 kaum kontrollierbar. Nur auf die Sonnenbrille sollte der Fahrer nicht verzichten,
wenn er mit nach vorne heruntergeklappter Windschutzscheibe unterwegs ist.
Auf den kurzen Passagen zwischen den Kraxelpartien macht der M38A1 schließlich gut Tempo.
72 PS leistet der 2,2-Liter-Vierzylinder, genug für 100 km/h im dritten und damit höchsten Gang.
Rund zwölf Liter, übrigens handelsübliches Super bleifrei, verbrennt das Aggregat im Schnitt.
Im Gelände freilich deutlich mehr. Der zusätzliche außen neben dem Reserverad montierte Benzinkanister
ist mehr als Show denn der Tank mit ca.40 Litern Fassungsvermögen ist im Gelände schnell geleert.
Alles am Jeep ist einfach, robust und haltbar. Komfort ist ein Fremdwort.
Ein Klappverdeck als notdürftiger Regenschutz ist das einzige Extra an Bequemlichkeit.
Die alten Willys-Jeeps sind heute ein seltener Anblick. Wer eine Fahrt im Original unternimmt, muss hart
im Nehmen sein.Ohne Türen und Fenster ist man mit Mutter Natur auf Du und Du.
Nach einer langen Ausfahrt spürt man alle Knochen im Leib,
die Klamotten sind mit Schlamm bespritzt oder mit Dornen gespickt.
Enzo Ferrari, italienischer Gründer der nach ihm benannten Nobelkarossen, soll einmal gesagt haben,
der Jeep sei Amerikas einziger echter Sportwagen.

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